Unternehmensziel: Versorgungssicherheit - Klingele optimiert Energiekonzept in Delmenhorst mit Batteriespeicher
Remshalden, 3. November 2026 – Klingele, ein führender Hersteller von Wellpappenrohpapieren und Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe, treibt die Weiterentwicklung seiner Energieversorgung an den Unternehmensstandorten konsequent voran. Durch Investitionen in moderne Energieinfrastruktur möchte das Unternehmen die Nutzung erneuerbarer Energien weiter optimieren und die Versorgungssicherheit langfristig stärken. Ein aktuelles Beispiel dieser Entwicklung ist der geplante Einsatz eines Batteriespeichers des Technologiepartners Megalion Europe am Standort Delmenhorst. Er soll überschüssigen Strom aus der dortigen Photovoltaikanlage zwischenspeichern und bei Bedarf für den Standort nutzbar machen.
People, Planet, Progress: Im Sinne der drei Grundpfeiler seines unternehmerischen Handelns investiert Klingele Paper & Packaging seit Jahren in den Ausbau und die Optimierung erneuerbarer Energien an den eigenen Standorten. Ziel ist, die Abhängigkeit von externen Energiequellen und daraus entstehenden Versorgungs-schwankungen zu verringern, um auch langfristig eine verlässliche Produktion sowie eine hohe Liefersicherheit für die Kunden zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen die Bemühungen dazu beitragen, die standortbezogenen CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Nachhaltigkeitsziele der Klingele Gruppe zu unterstützen.
Eigene Energieerzeugung als Teil des Energiekonzepts
Klingele erzeugte im Jahr 2025 bereits mehr als die Hälfte (57,6 Prozent) des im Unternehmen verbrauchten Stroms selbst. Von der selbst produzierten Energie wurden 81,9 Prozent an den eigenen Standorten genutzt. 18,1 Prozent wurden in das öffentliche Netz eingespeist.
Dabei setzt Klingele in seinem Energieportfolio auf unterschiedliche Erzeugungs- und Nutzungskonzepte:
- Ersatzbrennstoffe: Weener
- Biogas: Weener und Straßburg
- Reststoffe: Straßburg
- Biomasse: Straßburg und Nova Campina
- Wasserkraft: Catas Altas
- Wind: Weener und Werne
- Photovoltaik: acht Standorte
Da 90,7 Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf die Papierproduktion entfallen, liegt ein Schwerpunkt der Energie- und Effizienzmaßnahmen auf den Papierfabriken.

Konkrete Investitionen an den Standorten
Dass Klingele Energieversorgung und Ressourcennutzung nicht isoliert betrachtet, zeigen verschiedene in der jüngeren Vergangenheit bereits umgesetzte und angestoßene Projekte:
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Grunbach
Eine seit September 2024 betriebene adiabate Kühlanlage nutzt Verdunstungskälte zur Temperatursenkung in den Produktionshallen. Die Anlage wird größtenteils mit selbst erzeugtem Solarstrom betrieben.
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Hilpoltstein
Ein Batteriespeicher und ein Energiemanagementsystem reduzieren Lastspitzen im Wellpappenwerk. Die am Standort ermittelte Spitzenlast soll dabei von 1.452 auf 1.027 kW sinken.
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Nova Campina, Brasilien
Seit Oktober 2024 erzeugt ein Wirbelschichtkessel Dampf und Strom aus Biomasse. Das Projekt ist Teil eines mehrstufigen Programms zur Weiterentwicklung der Energieversorgung am Standort.
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Klimaziele
Die Science Based Targets initiative hat die kurz- und langfristigen Emissionsreduktionsziele von Klingele für die vier deutschen Wellpappenwerke anerkannt. Die Validierung bildet einen überprüfbaren Rahmen für die weitere Reduktion von Emissionen; sie ist kein Nachweis, dass diese Ziele bereits erreicht wurden.
Batteriespeicher von MegaLion in Delmenhorst
Die neuste Investition in die Versorgungssicherheit von Klingele im Rahmen des Energiekonzepts ist ein Batteriespeicher des Technologiepartners MegaLion Europe, der am Standort Delmenhorst installiert werden soll.
Das Speichersystem besteht aus vier BESS-Cabinets mit jeweils 261 kWh Speicherkapazität und 125 kW Leistung. Insgesamt verfügt die Anlage damit über eine Speicherkapazität von rund 1,044 MWh und eine Leistung von 500 kW. Sie basiert auf Semi-Solid-LFP-Zellen mit Hybrid-Elektrolyt-Technologie. Dabei werden feste und flüssige Elektrolytbestandteile kombiniert, um für eine hohe thermische Stabilität und ein erhöhtes Sicherheitsniveau zu sorgen.
Der Batteriespeicher soll überschüssigen Strom aus der Photovoltaikanlage zwischenspeichern. Dieser kann dann zu einem späteren Zeitpunkt am Standort genutzt werden, anstatt unmittelbar in das öffentliche Netz eingespeist zu werden. Zusätzlich ist vorgesehen, den Speicher zur Reduktion von Lastspitzen einzusetzen. Damit soll die Energieinfrastruktur am Standort gezielter gesteuert und die Entstehung kostenaufwendiger Leistungsspitzen begrenzt werden.
„In einem energieintensiven Bereich wie der Verpackungsbranche ist die Energieversorgung eine strategische Kernfrage für die Versorgungssicherheit. Als Familienunternehmen richten wir unsere Investitionen auf langfristige Perspektiven und die nächste Generation aus. Dabei setzen wir nicht auf eine einzelne Technologie, sondern verbinden unterschiedliche Ansätze. Der Batteriespeicher in Delmenhorst und die Speicherung unserer selbst erzeugten Energie sind logische nächste Schritte auf diesem Weg – im Sinne von People, Planet, Progress,“ sagt Dr. Jan Klingele, geschäftsführender Gesellschafter von Klingele.
„Für industrielle Produktionsstandorte bieten Batteriespeicher die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom zeitlich flexibler zu nutzen und Lastspitzen gezielt zu adressieren. Das Projekt in Delmenhorst zeigt, wie sich ein Speichersystem in eine bestehende Energieinfrastruktur integrieren lässt. Wir freuen uns, Klingele dabei mit unserer Technologie zu unterstützen,“ sagt Markus Korsten, CEO von MegaLion Europe.
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